Gothic Friday Dezember – Subkultur in eurer Stadt

Das Jahr 2011 ist nicht mehr, und damit nimmt auch das „Gothic-Friday“-Blogprojekt, das viele interessante Themen und Artikel zu eben jenen hervorbrachte, ein Ende .

Das Dezember-Thema wurde per Vorschlag der Teilnehmer und Leser und anschließender Abstimmung darüber entschieden.
So machte – wenn auch knapp – die Vorstellung der Subkultur in der eigenen Stadt respektive Region das Rennen.

Seit guten 11 Jahren lebe ich in Bayreuth. Eine kleine Stadt die wohl am Bekanntesten für die alljährlichen Wagner-Festspiele sein sollte. Doch auch in den Kreisen der schwarzen Szene ist Bayreuth ein nicht gerade unbeschriebenes Blatt.

In den 90ern gab es hier den szene-berühmten Club „Etage“, von dem ich leider nur von Geschichten gehört habe, denn das war dann ein paar Jährchen vor meiner eigenen Zeit als Bayreuther.

Wenn man jedoch von Bayreuth über die B303 gen Fichtelgebirge fährt, so liegt auf dem Gelände eines Schrotthändlers der eigentlich hauptsächlich Autoteile besitzt, gut von der Straße aus sichtbar eine große, schwarz gestrichene Platte auf der in kantigen, pinken Buchstaben gut lesbar „ETAGE“ steht. Ein Überrest des Clubs? Mal sehen ob sich dem nachgehen lässt …

Bilder aus der alten Etage gibt es im Netz wenig zu finden, lediglich folgende Impressionen konnte ich ausfindig machen:

http://www.wuff.net/claudia/etage/index.html
http://www.wuff.net/claudia/etage/etage.html

„Goethes Erben“ und „Das Ich“ formierten sich hier, ab und an steht Oswald Henke im Supermarkt vor einem an der Kasse an. Die Plattenlabels „Danse Macabre“ (Bruno Kramm) und „Etage-Music“ (Jochen Schobert) sind in der bayreuther Region ansässig.

In Bayreuth wird man gelegentlich sogar von Normalvolk auf der Strasse angesprochen (sofern diese im „richtigen“ Alter sind) ob man die alte Etage gekannt hatte – zuletzt geschehen am Bahnhof als eine Dame erst minutenlang auf die Spitzen meiner Pikes starrte um mich schließlich dann doch anzusprechen.
Daraus wurde dann ein angeregtes Gespräch bei dem sich herausstellte daß die Dame zu Etage-Zeiten wohl bei einem Taxi-Unternehmen gearbeitet hatte das direkt beim Club sein Büro hatte. Und an Abenden mit wenig Betrieb sei man in die Etage hinüber gegangen um ein wenig mit den Grufties zu feiern. Überhaupt fand sie daß diese Leute ausnehmend freundlich und offen seien und sie sich sehr freut daß ihre jugendliche Tochter auch immer mehr in diese Richtung gehen würde.

Der erste schwarze Club den ich in Bayreuth betreten habe war das „ID2″. Das knappe Jahr in dem dieser Club so irgendwie überlebt hatte war eine tolle Zeit, entsprechend weh getan hatte sein Ableben, und den allerletzten Abend dort vergesse ich auch sicher nicht – dieser allein würde Stoff für einen eigenen Artikel bieten.
Zu der Zeit war die Kneipe mit dem schön-gruffelichen Namen „Fledermaus“ auch ein willkommener Treffpunkt für allerlei Schwarzgewandete. Leider wechselte die ziemlich häufig den Pächter, stand mittendrin mehr oder weniger lang leer.
Die eine oder andere Nacht sind wir da drin versumpft, haben mit dem damals aktuellen Inhaber (der meines Wissens erste und einzige Grufti der die Fledermaus bewirtschaftete – man kannte sich *hust*) die Tische weggerückt um Platz zum Tanzen zu haben bis die Sonne aufging.

In einem Anfall von Nostalgie wäre ich gern wieder mal hingegangen, doch sowie ich gehört habe heißt der Laden nun „Stereo-Bar“ und ist mehr Anlaufstätte für Publikum ganz anderer Art. Sehr schade, das historische Kellergewölbe und die Fledermaus-Lampen (die keineswegs kitschig waren sondern richtig stilvoll designt) waren perfekt …

Scheint als wäre nach dem Jahrtausendwechsel Bayreuth kein allzu gutes Fleckchen mehr für schwarzes Volk. Ein weiterer Club hielt sich ebenfalls nicht sehr lange. Dann war es eine Weile sehr still.

In etwa zeitgleich mit dem ID2 entdeckte ich das Top Act in Zapfendorf, ein beschauliches Nest irgendwo mitten im fränkischen Hinterland, trotzdem hält sich der Laden schon recht lange.
Es gibt eine große Zahl an schwarz-genre-sortierten Veranstaltung, angefangen von der „Dienstältesten“ – der La Nuit Obscure – die einmal quer durch alle schwarzen Stile führt. Im Lauf der vergangenen Jahre wurde das Konzept – je nach DJ – mal mehr und mal weniger eingehalten.
Daneben gibt es mehr batcave-lastigere Abende, mehr Elektronischere. Neben Metal-Abenden gab es auch schon Goa-Parties.
Einige Party-Konzepte wurden im Lauf der Jahre aufgegeben, andere kamen hinzu. Neben dem etablierten 80er-Abend (der aber nicht ganz so häufig auf dem Terminzettel steht) ist zuletzt mit der „Wave to the Past“ eine musikalisch hochgradige Veranstaltung dazu gekommen die auf allerlei Altes setzt – von echten Klassikern bis hin zu mehr oder weniger neuen Projekten die an den 80er Sound anknüpfen.

Auf keinen Fall vergessen sollte man den „Göttertanz„, welcher Vierteljährlich veranstaltet wird. Mit ca 10 Euro Eintritt eine etwas teurere Geschichte, aber die wird durch Begrüßungssekt und durchgehend Buffet wieder relativiert. Musikalisch wird hier alles abgedeckt was das schwarzromantische Herz gern hört – von Pagan Folk über Ritual, Neofolk, Heavenly Voices, Neoklassik und alles was noch dazu gehört. Die Gäste geben sich bei Gewand und Make-Up meist sehr viel Mühe und so ist diese Veranstaltung auch schon lange zu einem Treffpunkt für die Rüschenfraktion geworden ;)

Neben Zapfendorf bin ich auch gerne mal in Nürnberg unterwegs, wegen der Strecke (die mit einer Stunde Fahrtzeit zwar noch im Rahmen ist, aber dennoch eben eine ganze Stunde ist …) kommt das aber nicht ganz so häufig vor.
Zugegeben, wochenends Weggehen ist im letzten Jahr deutlich zurück gegangen bei mir, und bis zum Sommer schätze ich auch daß sich da erstmal nicht viel mehr tun wird …

Jedenfalls, das Cult bietet einmal im Monat die „Grey Area“ – eine musikalisch sehr feine Geschichte mit allerhand schwarzen Klassikern, etwas Neofolk und recht viel aus dem Umfeld des waschechten Industrials.
Der Club selbst ist eine eher überschaubare, alte Industriehalle mit kargem Charme, etwas abseits gelegen. Passend zum musikalischen Angebot. Veranstalter ist der Verein XHPonozon der auch feine, und spezielle Geschichten wie die „Waid Noises“ (hier mein Artikel zur letzten Veranstaltung) und „1654 The Cave“ organisiert – welche auch eine etwas längere Anfahrt lohnend machen da Location (eher im letzteren Fall – eine Burgruine mitten im Nirgendwo) oder das Programm an sich meilenweit vom schwarzen Mainstream entfernt ist.
Um schwarzromantische Bälle handelt es sich hier aber nicht, die aussergewöhnlichen Locations verlangen nach manövrierbarerer Montur da man sich erstmal durch ein wenig Natur durchschlagen muss, dafür ist man aber relativ abgeschieden – was auf eine kargere Art wieder sehr romantisch ist.
Der letzten Cave fielen beispielsweise ein Paar meiner Pikes zum Opfer *schnöffz* weil um 3 Uhr in der Nacht über der Ruine ein übler Gewitterschauer niederging der erhebliche Mengen Wasser durch die eh schon löchrigen Sohlen meiner Pikes trieb …

Ebenfalls einmal im Monat – üblicherweise an einem Freitag – findet die „We want Revenge“ im Cult statt – viel Wave und Postpunk, gepaart mit Indie. Eine ganz schöne Mischung bei der man sich sozusagen an der Tanzfläche fest-“saugen“ ;) kann. Leider war ich nur ein paarmal da – Freitags sind längere Wege zu Parties derzeit für mich etwas ungünstig.

Ausgesprochen fein ist auch die Depeche Mode Party auf der Mississippi Queen in Nürnberg. Bisher war ich nur einmal da, das Unterdeck war brechend voll und ich war stellenweise sogar mit platzsparendem schwarzen Anzug und Jasons irgendwie im Weg – aber das Schiff hat was als Veranstaltungsort und kommt faste in wenig steampunkig rüber, die Musik war grundgenial ausgewählt. Leider kein billiges Partyvergnügen dank hoher Eintritts- und Getränkepreise, aber doch recht aussergewöhnlich.

In Bayreuth selbst ist – wie gesagt – nicht mehr ganz so viel los wie noch in den 90ern zur Zeit der Etage.

Für einen Kneipenbesuch bietet sich immer das „Kanapee“ an, eigentlich eine Metaller-Kneipe. Obwohl nicht meine Musiksparte bin ich immer ganz gern dort gewesen – neben günstigen Preisen hat die Örtlichkeit einen sympathisch-trashigen Charakter.
Zugegeben, ich bin schon lange nicht mehr dort gewesen, früher aber hatten wir einige sehr amüsante Abende in dem Laden verlebt.

Die „Rosenau“ ist berüchtigt für Studentenparties denen man als Mensch mit Vorliebe für schwarze Klamotten freiwillig nicht unbedingt gern nahe kommt. Zu meiner Studenten-Zeit hab ich das ein-zweimal über mich ergehen lassen, dann war aber auch Schluß. Abgesehen vom sozialwissenschaftlichen Experiment wie angesoffene BWL-Studies auf Gruftdamen in Netzstrümpfen reagieren. Das Ergebnis war teilweise amüsant, teilweise niederschmetternd für die Bunt-Fraktion. So hat ein Security einen besoffenen Typen vor die Tür gesetzt der nicht verkraften konnte daß ich kein Interesse an ihm hatte, egal was er vorzubringen wusste.

Seit etwa 2006 findet dort aber am letzten Freitag im Monat die „Deuxieme Etage“ statt, die vom gleichnamigen Verein veranstaltet wird.
Der Name ist selbstredend eine Anspielung auf die berühmte Etage der 90er, musikmässig wird auch hier alles an schwarzen Stilen angeboten. Zweimal im Jahr auch mit Unterstützung der „Metal Time Bayreuth“.
Musikmässig hat sich in letzter Zeit einiges zum Guten gebessert und ich hoffe der Trend hält an ;) – selbstredend sind die Veranstalter auch hier immer ein gewisses Maß abhängig von den Besuchern wenn man die Party halbwegs halten will, von daher spricht es auch für das Publikum daß anständige Musik nicht mehr kritisch beäugt wird sondern durchaus auch Leute auf die Tanzfläche lockt.
Abgesehen davon bin ich in wenigen Autominuten dort (und sollte es sein müssen auch wieder weg) und „man trifft sich“ sozusagen immer wieder dort, was die Atmosphäre inzwischen ganz familiär macht, besonders auch weil man mit den DJs beim Luftschnappen auch immer mal nett quatschen kann.

Dem geschichtlich interessierten Grufti bietet Bayreuth auch eine ganze Menge. Die Stadt hat eine Reihe sehenswerter Bauten aus dem 18. Jahrhundert die zum Großen Teil von der Markgräfin Willhelmine erbaut wurden – allen voran die imposante barocke Oper.
Auch das Neue Schloß in der Stadtmitte ist sehr interessant – hier erfährt man in einer Führung durch den jüngsten Trakt – den italienischen Bau – was es mit dem „Bayreuther Barock“ auf sich hat.
Unweit des zugehörigen Hofgartens befindet sich das „Haus Wahnfried“ in dem Richard Wagner gelebt hat und nun ein Museum rund um Leben und Wirken des Komponisten. Unweit davon findet man sein Grab.
Ebenfalls in der Nähe befindet sich das Freimaurer-Museum , dessen Gebäude auch der Hauptsitz der bayreuther Freimaurer-Loge ist.
Bei einer Museumsnacht habe ich dieses Museum besucht und danach eine philosophische Einführung ins Freimaurertum im Versammlungsraum angehört. Es war ziemlich interessant, die Leute sind recht offen und freundlich, und waren von unseren historischen Klamotten auch recht angetan ;)

Unter dem imposanten, alten Backsteingebäude der Bayreuther Bierbrauerei befindet sich der Zugang zu den Bayreuther Katakomben die vermutlich bis ins 16. Jahrhundert zurückdatieren und in den folgenden Jahrhunderten immer weiter ausgebaut wurden.
Führungen gibt es nach Absprache, in den rund 60 Minuten erfährt man viel Geschichte(n) rund um den wahren „Underground“ der Wagner-Stadt *g*

Etwas ausserhalb befindet sich die Eremitage – ein weitläufig angelegter Park mit Wiesen die im Sommer perfekte Kulisse für Schwarzromantiker-Picknicks sind. Der sogenannte Sonnentempel mit einer vergoldeten Statue des Apoll im Streitwagen auf dem Dach, fasziniert durch die funkelnde Fassade die mit unzähligen Halbedelstein-Splittern besetzt ist.

Ebenfalls etwas ausserhalb in Donndorf steht das Schloß Fantaisie, das ebenfalls mit einem weitläufigen Park aufwarten kann.

Mit einer halben Stunde Fahrtzeit von Bayreuth weg ist Sanspareil zwar etwas weiter weg, aber dennoch ein lohnenswertes Ausflugsziel. Das Gelände wurde als Felsenlandschaft konzipiert, Herzstück ist die kleine Felsenbühne die im Sommer bespielt wird und auch bei Tageslicht wegen der fast schon unwirklich anmutenden Felsformationen sehenswert ist.

Bei Führungen die durch einige Bauten der genannten Örtlichkeiten angeboten werden, erfährt man hier sehr viel über die Mythologie die die Erbauer hier in Stein umgesetzt haben – im Gegenzug zu manch moderner Architektur stecken hier viele antike Legenden in den Verzierungen und Gesamtkonzepten – was dem an Symbolik interessierten Grufti sicher auch gelegen kommen wird ;)

So habe ich schon etliche Freunde und Bekannte durch die genannten Museen und Parks geschleppt – meist selbst in Gewandung – neben einem gewissen Wohlfühlfaktor hat das den zweiten Vorteil daß man gelegentlich auch mal den Eintritt spendiert bekommt als Anerkennung für den Rausputz-Aufwand ;)

So, das war nun mein kleiner Einblick in das was die Bayreuther Gegend an Subkultur und ergänzendem Geschichtsprogramm welches – wie ich hoffe – auch auf schwarzes Interesse stoßen sollte.

Sofern das den einen oder anderen jetzt neugierig auf Bayreuth gemacht haben sollte – ich bin immer wieder gern bereit Gäste durch die einheimischen Sehenswürdigkeiten und Museen zu schleppen ;) – und selbstredend auch live und in schwarz das regionale Dunkelclub-Leben vorzustellen.

Der Blog-Rückblick 2011 und Neues für 2012

Neues Jahr, neues Glück, neue Suche nach interessanten Themen die diesen Blog hoffentlich interessant für meine Leser machen.
2011 war passabel. Kein schlechtes Jahr aber auch keine absoluten Überflieger-Ereignisse, auch wenn WGT, Gala Nocturna und der Samhain-Mondentanz auch im vergangenen Jahr großartige Erlebnisse waren bei denen ich im neuen Jahr selbstverständlich wieder dabei sei möchte, sofern die Zeit es erlaubt, denn 2012 naht für mich der Abschluß an der Modeschule, etwa 7 Monate noch im nasskalten, verschnarchten *hust* Naila zubringen und dann ist wieder eine Hürde geschafft – und die nächsten lauern schätzungsweise schon dahinter ;) (packen wirs an und treten ihnen in den Allerwertesten. Mit Schwung!)
Jedenfalls, alles in allem war 2011 relativ ruhig. Was ja an sich nichts schlechtes ist …

So oder so verspricht das neue Jahr ein wenig ereignisreicher zu werden, lassen wir uns also überraschen.

Da mich WordPress mit einer ganz hübsch aufgemachten Statistik zum vergangenen Blogger-Jahr überrascht hat will ich diese nicht in der Versenkung verschwinden lassen.

Wie im letzten Jahr führte der Suchbegriff „Pluderhose“ mit die meisten Besucher auf meinen Blog. Daneben war auch die „Gala Nocturna“ beliebtes Stichwort und *hüstel* mein eigener (Künstler – ) Name. Auch jetzt da sich die Gala 2012 wieder nähert, finden wieder mehr Leute durch diesen Suchbegriff zu mir.

Leider bleibt 2012 der Gothic Friday aus, der mich im letzten Jahr regelmässig ans Artikel tippen „gezwungen“ hat. Es war ein großartiges Projekt – Danke Robert und Shan Dark dafür und auch allen Teilnehmern die interessante Einblicke in ihre Gedankenwelt boten und einige meiner eigenen Ansichten in ein neues Licht rücken lies.

Als persönliches Projekt habe ich mir als Ersatz aber etwas anderes einfallen lassen. Zum Einen schließe ich mich dem sogenannten „12/12 – Projekt“ an das einige Damen schon im dritten Jahr im Kostümkram-Forum am Laufen haben, zum Zweiten in Verbindung mit dem Blog.
Nein, nicht um einfach nur das fertige Teil dann blos herzuzeigen, da ich vorhabe Kleinteile für den historischen Kleiderschrank anzufertigen, wird es auch zu den besagten Teilchen recherchierte Hintergrundinformationen geben.

Aber genug des Gelabers, während ich mir schonmal über das Januar-Teil Gedanken mache gebe ich die Bühne frei für den detaillierten 2011-Blog-Rückblick:

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 11.000 mal besucht. Das entspräche etwa 4 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Rosas Neujahrs-Verlosung: Elizabethanisches für den Kopf

Eigentlich sollte diese Aktion bereits im August durchgeführt werden, da dieser Blog in besagtem Monat 2 Jahre alt wurde.
Nur mangelnde Zeit hat mich davon abgehalten, deswegen habe ich kurzerhand die Sache auf eine kleine Aktion zum neuen Jahr verlegt. Denn neues Jahr neues Glück :)

Zu gewinnen gibt es ein handgefertigtes Attifet – auch als „Stuarthaube“ benannt.
Diese eindrucksvolle Kopfbedeckung war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts besonders populär, hielt sich aber stellenweise auch bis ins frühe 17. Jahrhundert in der Mode.
Besonders an dieser Form des Kopfschmuckes ist die drahtverstärkte, abstehende Krempe die das Gesicht herzförmig umfasst und in der Kopfmitte eine Spitze in die Stirn bildet.
Solche Hauben sind auf vielen Gemälden dieser Zeit an Edeldamen zu bewundern, meist in weißem Leinen gefertigt und mit den damals kunstvoll gearbeiteten Spitzen verziert. Ihren Namen verdankt diese Konstruktion Maria Stuart, der nachgesagt wird diese Haube besonders gerne getragen zu haben und sie in England sowie Frankreich „en vogue“ gemacht zu haben.

Es gibt (meines Wissens) keine erhaltenen Hauben dieser Art um deren Konstruktion historisch korrekt nachzuvollziehen.

Meine Interpretation des Attifets ist historisierend und basiert auf einem selbst erstellten Schnitt den es folglich nirgends zu kaufen gibt ;) – es passt perfekt zu historisch angelehnter, schwarzromantischer Garderobe.

Bilder laden in groß beim Anklicken

Attifet Gesamtansicht

Das gute Stück das es hier zu gewinnen gibt ist ein Unikat und in liebevoller Handarbeit gearbeitet. Keine einzige Naht wurde mit der Maschine gemacht!
Die Basis besteht aus steifem Filz welcher an den Rändern mit stabilem Draht zusätzlich versteift ist. Dadurch lässt sich das Attifet auf die individuelle Kopfform anpassen und die Krempe behält ihre elegant-geschwungene Form.
Bezogen ist die Haube mit tiefschwarzem Stickerei-Taft.
Verziert ist dieses schöne Stück mit glänzenden schwarzen Perlen, einem eckigen Acrylstein sowie drei Tropfenperlen die an der Spitze mit in die Stirn hinein ragen.
An der Innenseite ist ein flexibler Haarkamm angenäht der zum Befestigen der Stuarthaube in der Frisur dient – bei Bedarf kann die Haube noch zusätzlich mit Schiebern festgemacht werden.

Wer an der Verlosung teilnehmen möchte muss lediglich zwei Dinge tun:

1. Veröffentliche einen Artikel in Deinem Blog, stelle dabei das schöne Teil das hier verlost wird vor und verlinke diesen Artikel darin – Bilderklau ist ausnahmsweise erlaubt ;)

1a. Wenn Du keinen Blog hast: Poste den Link zu diesem Artikel auf Facebook mit einem kleinen Kommentar dazu, alternativ: verbreite den Link wo anders weiter

… Posten auf eigenem Blog *und* FB (oder woanders) freut mich noch mehr :) – nimmt aber keinen Einfluß auf die Gewinnchancen.

2. Kommentiere diesen Artikel mit Verweis dahin wo Du den Link zur Verlosung weiterverbreitet hast (zB Trackback von Deinem Blog – wobei WordPress da gern mal hängt, also lieber nochmal Kommetar zusätzlich schreiben damit ich auch ja keinen vergesse ;) – oder Link zu wo auch immer Du diesen Artikel gepostet hast)
Ist für mich auch wichtig daß ich generell keinen vergesse ;) – also bitte unbedingt Kommentar hinterlassen – ich habe damit auch eure Mail-Addresse um den Gewinner auf die Art dann kontaktieren zu können!

Einsendeschluß ist der Freitag, 13.01.2012 (soll ja für Finsterwesen eher ein Glückstag sein *g*)
Danach werden hier die Kommentare dicht gemacht und am Wochenende darauf der Gewinner per Los ermittelt und benachrichtigt.

Attifet Getragen

Sollte das Interesse an dieser Verlosung rege sein, so wird es noch einen zweiten Preis geben, bei besonders großem Interesse auch noch einen Dritten ;) – also fleißig mitmachen. Was es auf diesen Plätzen dann geben wird entscheide ich wenn genug Teilnehmer fürs Preise aufstocken zusammengekommen sind – diese werden dann hier eingefügt und vorgestellt.

In diesem Sinne – viel Glück – und ich freue mich schon darauf jemanden Beschenlken zu dürfen ;)

Musikalische Ausgrabungen: Gazelle Twin

Da sag doch mal einer, gute, finstere Musik gäbe es heutzutage nicht mehr – tatsächlich wird diese aber mehr vom massentauglichen Schrott überrollt der sich auch schon längst in die schwarzen Refugien eingeschlichen hat.
Umso schöner ist es natürlich wenn man hie und da auf qualitativ hochwertige Projekte stößt.

Diese „Fundsache“ drang dank Alwa via Facebook an meine Ohren und hat sich da sofort hineingebohrt.

Hinter „Gazelle Twin“ verbirgt sich Elizabeth Walling – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Solokünstlerin verbirgt sich gerne hinter surrealistisch anmutenden Gewändern.
Dabei gibt sie auf ihrer offiziellen Homepage einerseits an, ihre natürliche Schüchternheit wäre ein Grund – aber nicht der einzige. Ebenso sieht sie dies als künstlerisches Mittel bei Auftritten und Videos, sie wolle kein „Alter Ego“ präsentieren, sondern Auseinandersetzung mit sich selbst und der Menschheit im Allgemeinen.
Dazu gesellt sich eine Abneigung, als Frau – gemäß medienbeeinflußter Klischees – ständig willig, leichtbekleidet und verfügbar auftreten zu „müssen“ – auch in der Szene ist der Trend zu wenig Textil oft schon auf einem unterirdischen Niveau.

Walling explains, “that most female artists face a minimum requirement to appear sexually available… not that sex is wrong, but there’s so much more to a person’s character isn’t there?”

Dabei wird man das Gefühl nicht los als Stelle sie ihre Zugehörigkeit zur menschlichen Rasse in Frage – auch der Bandname „Gazelle Twin“ ist ein Hinweis darauf. Daneben sind Spiritualität und Schamanismus eine Inspirationsquelle – zusammen mit den scheinbaren gegensätzen der modernen Großstadt.

Einen großen Teil dieser Denkansätze kommen mir bekannt vor, und deswegen finde ich das Projekt nicht nur musikalisch interessant, sondern auch die Künstlerin dahinter – sofern man das aus einem eher kurzen biographischen Text objektiv genug schließen kann.

Schwenken wir zum musiklaischen Teil über: Gazelle Twin ist relativ ruhig, minimalistisch-elektronisch, Elizabeth’s Stimme ebenso eher minimalistisch denn pompös, aber es passt zum Gesamtkonzept. Synthieklänge bohren sich schwer in den Gehörgang, laden aber auch zum Davonschweben ein. „The Entire City“ kam im Juli 2011 heraus, und der Silberling ist aktuell auf dem Weg zu mir :)
Kopfkinomusik.

Tatsächlich zeigt sich die Künstlerin stark beeinflußt von Film-Musik – dabei nimmt Science Fiction und Cyberpunk einen großen Teil als Inspirationsquelle ein.

Ich bin selbstredend hin und weg von *diesem* Gesamtkonzept* :)

Mehr will ich dazu nicht sagen – das Album könnt ihr euch als Stream auf der Homepage von Gazelle Twin anhören:

Gazelle Twin – The Entire City

Ich finde es rundweg sehr schön, Höhepunkte sind auf jeden Fall „I am shell, I am bone“:

Und „Men Like gods“ :

Weiterführende Links: offizielle Page: http://gazelletwin.com

Blog: http://iamshelliambone.wordpress.com/ <- der ist im Übrigen sehr lesenswert :)

Gothic Friday November – Woran glaubst Du?

Und mal wieder hat es ein Gothic-Friday Thema gehörig in sich.

Der Frage nach dem persönlichen Glauben ist keine einfache. Insbesondere dann wenn man diese nicht mit Nennung einer etablierten Religion beantworten kann – doch selbst dann kann diese Frage durchaus auch recht kompliziert werden.

Ich selbst hänge keiner Religion an – egal ob etabliert oder exotisch, generell behaupte ich von mir daß „Glaube“ in meinem Weltbild nicht vorkommt – doch das ist eine Definitionssache, denn ich traue mir wetten daß manch anderer meine Vorstellungen eindeutig als „Glauben“ einordnen würde.
Darüber zu diskutieren ist allerdings unnötig, „Glaube“ oder das persönliche Weltbild sind – nunja – eben etwas sehr persönliches.

im „Glauben“ schwingt für mich immer das blinde Annehmen vorgefertigter Dogmen mit, das Nicht-Hinterfragen und das Passive. „Glauben heißt Nicht-wissen!“ – ist eine Platitüde die für mich eigentlich alles auf den Punkt bringt weswegen ich mich nicht gern als jemand bezeichne der an etwas glaubt.

Auf den ersten Blick mag das sehr paradox klingen – wie kann jemand der sich für Okkultkrempel interessiert nicht „glauben“?
Tatasächlich finde ich zu viel Glauben gerade bei solchen Themen ganz schön gefährlich.
Eine gesunde Skepsis ist besser als blindes Glauben – leider sind die Eso-Foren voll von dem Typus, der im Übrigen auch sehr schnell einschnappt oder gar in die Luft geht wenn man anfängt das „supermysteriöse Phänomen“ das ihm widerfahren ist, erstmal nüchtern zerlegt um zu sehen ob es sich nicht doch ganz weltlich erklären lässt. Schon öfters erlebt und ein Grund von den meisten derartiger Communities meilenweiten Abstand zu halten *hust*

Diese ganze Kiste mit Glauben oder eben nicht ist schwer zu erklären, ich hoffe es kam dennoch halbwegs so rüber wie es gemeint war.

Eliphas Levi bezeichnete die Magie als „heilige Wissenschaft“, und so sehe ich das durchaus auch. Selbstverständlich lässt sich das Thema und alles was es umfasst nicht mit wissenschaftlichen Methoden erfassen und belegen – wäre das möglich dann gäbe es die Frage ob man beispielsweise an unerklärliche Phänomene *glauben* würde schließlich nicht – und „unerklärlich“ wären die dann erstrecht nicht ;) – ich bin aber durchaus davon überzeugt daß – auch wenn unsere Wissenschaft nicht imstande ist gewisse Phänomene zu beweisen, das umgekehrt kein Beweis dafür ist daß sie nicht existieren.
Unser Wissensstand heute ist meiner Meinung nach nicht das Ultimative, genausowenig wie der der Wissenschaftler, die seinerzeit sagten daß elektrisches Licht in allen Wohnhäusern utopisch sei, oder daß die Welt nur Bedarf für insgesamt 5 Computer hätte. Die Liste an Beispielen lässt sich endlos weiterführen – und die Welt ist schließlich dann doch keine Scheibe gewesen.

Man muss stets für sich selbst die „Beweise“ finden, weswegen der Weg den man in spirituellen Dingen geht für einen selbst der Richtige ist. In diesem Sinne hat kein anderer Mensch das Recht einem anderen seinen „Glauben“ aufzuzwingen oder diesen für den einzig wahren Weg zu halten – als Rechtfertigung dafür Menschen mit anderen Weltbildern und Religionen als mindwerwertig anzusehen.
Und genau das ist das was ich am Christentum nicht abhaben kann (naja, an allen Typen die ihre Religion für so engeil halten – am Rande erwähnt) – der Glaube an sich ist eine Sache, was in seinem Namen Menschen getan haben eine Andere. Doch das ist ein Thema das für sich allein wieder ganze Bände füllen könnte …

Ich habe mich seid meinem 13. Lebensjahr mit verschiedenen Kulturen und deren Religionen beschäftigt, deren Götter, Symbole und was da noch dazu gehört. Dabei sind viele Versatzstücke in meinem Weltbild hängen geblieben – man könnte mich als Synkretisten bezeichnen, da da aber das Wort „Glaube“ wieder drin vorkommt eigentlich auch nicht ganz passend ;)

Ich bin der Auffassung daß „Gott“ mehr soetwas wie die „Macht“ aus Star Wars ist – man verzeihe mir den fast schon lächerlich-nerdigen Vergleich, aber er passt dummerweise ;) – eine Kraft die für mich wie die Gravitation in unserem Universum ganz natürlich vorhanden ist, alles durchdringt und in allem ist, und wir Menschen sind durchaus in der Lage diese „Kraft“ zu nutzen – immerhin ist sie ein Teil von uns – sie verbindet uns, alles was lebt und auch alle „tote“ Materie. Und da diese Kraft ein Teil von jedem von uns ist kann man durchaus auch sagen daß jeder sein eigener Gott ist.
Diese Kraft verbindet uns mit der Natur – von der wir freilich auch wieder ein Teil sind. In diesen Überlegungen steckt auch die Theorie, wie Phänomene wie zB Telepathie funktionieren *können*. Wer weiß, vielleicht wird es irgendwann mal möglich sein das Ganze wissenschaftlich zu beweisen.

Da der Mensch an sich Schwierigkeiten hat sich eine solch unpersönliche Kraft vorzustellen, gibt er ihr einen Namen, einen Charakter. Einen Typen im Wallefummel und mit Rauschebart kann man leichter visualisieren und auch direkt ansprechen – nennt man dann im Allgemeinen „Gebet“ – ist aber eine Form sich diese Kraft Zunutze zu machen, wenn auch eine mehr passiv orientierte. Ich will den religiösen Leuten nicht auf dem Schlips treten, aber genau das ist an sich schon eine Form von Magie ;)

Da bei monotheistischen Weltbildern quasi „einer für alles“ da ist, kann man den Schritt weiter gehen und diese universelle Energie in mehrere Persönlichkeiten aufspalten – da landet man dann bei den polytheistischen Religionen. Hat man Liebeskummer, wendet man sich vielleicht an Venus, oder eine Gottheit eines Kulturkreises der einem persönlich näher liegt mit den gleichen Eigenschaften.

Es mag etwas herabwürdigend klingen, die Vorstellung von Gottheiten oder auch eines einzigen Gottes als „Hilfsmittel“ anzusehen, aber das ist nicht meine Intention. Ich finde, es zeugt von der grundsätzlichen Kreativität des menschlichen Geistes, und Götter oder auch ein „Gott“ können tatsächlich sehr eigenwillige Charaktere entwickeln, nicht aber weil es sie in der Form in der wir Menschen sie uns vorstellen tatsächlich existieren, sondern weil durch unsere Vorstellungskraft die eine Macht entsprechend geformt wird.
Es heißt, Leute die sehr stark emotional sind und bei denen es häufig zu Streit kommt, laufen eher in Gefahr sich Poltergeist-Phänomene einzuhandeln, weil sie durch solch starke Emotionen diese „Geister“ unbewusst selbst erschaffen – da hier sehr viel Energie freigesetzt wird die nicht kanalsisiert werden kann.
Anderes Beispiel: Voodoo gilt als besonders stark. Aus dem Grund weil die Anhänger mit großer Leidenschaft an ihre Götter glauben und ihnen so besonders viel Eigenleben verleihen.
Die Charaktere die in solchen polytheistischen Glaubensvorstellungen vorkommen sind sogenannte Archetypen, die durch Kulturkreis und alltägliche Themen im Denken der Menschen verwurzelt sind. Das gibt auch Symbolen ihre Kraft.
Wenn beispielsweise bei einer Liebeshexerei rote Kerzen im „Rezept“ stehen, so kommt das daher daß die Farbe in unserer Assoziation mit Liebe in Verbindung gebracht wird – das ist kulturell verwurzelt. Gelbe Kerzen zu nehmen würde nur dann funktionieren wenn der Ausführende diese Farbe mit voller Überzeugung mit dem Thema assoziieren würde. Es geht bei solchen Ritualen also eher darum, mit dem Setting bewusst wie unbewusst einmal die richtige Stimmung zu erzeugen, aber auch solch kollektiv besetzte Symbole anzuzapfen – in gewissem Sinne kann man Götter also auch als Symbole bezeichnen, nur eine Stufe komplexer.
Auch Märchenfiguren sind Archetypen – der böse Zauberer gegen den edlen Helden, Gott und Teufel – gut gegen böse. Zwei Extreme die nur im Denken der Menschen vorkommen, denn die allgegenwärtige Kraft ist weder gut noch böse, sie ist in sich neutral und kann erschaffen wie zertören – beides gehört zur Existenz und bedingt sich gegenseitig – ohne das Eine gibt es das Andere nicht. Weil eigentlich ist beides das gleiche. „Liebe“ wird fast immer als positiv bezeichnet, doch wer das Objekt seiner Liebe mit eben dieser einengt und festklammert, der betreibt schwarze Magie.
Wut kann etwas sehr positives sein wenn sie sich gegen Unrecht wendet. Alles hat zwei Seiten – und der Auffassung waren bereits die alten Ägypter – mit deren Pantheon und Symbolik ich mich auch am Wohlsten fühle, auch wenn es nicht mein Kulturkreis ist. Mit den ganzen nordischen Geschichten bin ich aber nie so richtig warm geworden, gefühlsmässig. Obwohl ich mich den Neuheiden am nähesten fühle, was das Weltbild angeht – wie ich bereits einmal erwähnt habe bin ich ja auch eine zeitlang beim Wicca hängen geblieben.

Mit diesem Weltbild ist es für mich unerklärlich wie sich Menschen wegen ihrer Religion in die Haare kriegen können. Ich habe das in meiner Schulzeit auch live miterlebt als sich Evangelische und Katholische bei einer gemeinsamen Reli-Stunde in der Diskussion recht übel angefahren haben. Und im Großen muss man dann nur an religiös motivierte Kriege denken.
Aber so ist der Mensch nunmal. Leider.

Der Schluß meiner Theorien zu Gott und der welt sind: alle Wege führen letztenendes zusammen. Ob ich an einen Gott glaube oder an viele, und egal in welcher Kultur ich aufgewachsen bin, es sind alles nur Varianten und Denksysteme die in die jeweiligen Kulturen und Gesellschaften am besten hinein passen und alle einen Erklärungsversuch für das bieten wollen, was Mensch schon immer gefühlt hat: daß es zwischen Himmel und Erde noch mehr gibt als das was wir mit wissenschaftlichen Methoden „sehen“ können – und auch viele Dinge die die Wissenschaft eindeutig bewiesen hat können vom Menschen nicht in dem Sinne gesehen werden, da muss man nur mal an die Teilchenphysik denken.
Es ent-mystifiziert die Vorstellung von „übersinnlichen“ Pänomenen vielleicht, anzunehmen daß die Wissenschaft tatsächlich mal handfeste Beweise liefern kann, aber ich halte das für wahrscheinlich.

Ich muss zugeben, das Interesse für Okkultismus kam in jungen Jahren auch deswegen weil es diese verrucht-mystische Patina hat wenn man sich noch nicht weiter damit beschäftigt hatte, doch heute ist für mich der verklärte Lack größtenteils ab. In meinem Denken gibt es keine „übersinnlichen“ Phänomene, weil ich finde, Mensch hat von der Natur diese Fähigkeiten mitgegeben bekommen. Manche haben leichter Zugang dazu, manche weniger, aber jeder besitzt sie ausnahmslos – ich kann nichts über-sinnliches an Fähigkeiten sehen die wir genauso haben wie sehen und riechen. Denn auch bei den herkömmlichen Sinnen ist der Eine kurzsichtig und der Andere vielleicht etwas schwach im Gehör. Völlig normal. Wir müssen uns nur darüber klar werden daß wir eben nicht die Krone der Schöpfung sind und über das Leben und wie die Welt funktioniert bei Weitem noch nicht alles wissen. Religion oder Weltbilder füllen diese Lücke, individuell für jeden wie er es für sich als „richtig“ empfindet. Wohin das alles mal führt – wer weiß. Vielleicht erleben wir das sowieso nicht mehr.

Disclaimer: oben genannter Text spiegelt allein meine ganz persönliche Auffassung wieder und sonst nichts. Ich bin imstande jeden anderen Glauben – aufgrund oben dargelegter Überzeugungen – zu akzeptieren, ich philososchwafle *sehr gerne* über Gott ;) und die Welt, mit Anhängern ausnahmslos jeder Auffassung und Religion – sofern das Ganze gesittet und diplomatisch verläuft. Anfeindungen ignoriere ich und behalte mir vor sie auch zu löschen sofern sie guten Umgansformen widersprechen sollten.
Sorry für den Zusatz – ich hab schon einiges erlebt wenns um solche Themen geht … zum Glück war da aber auch viel Erbauliches und Konstruktives dabei.
Aber leider nicht nur …

Butoh – der Tanz der Finsternis

Tanz ist nicht nur ein netter Sport sondern ein ganz besonderes Ausdrucksmedium. Hier wird der Mensch nicht nur Künstler sondern Kunstwerk selbst, er setzt seinen Körper ein um sich mitzuteilen. Nonverbale Kommunikation die mit Gewändern und Make-Up betont werden kann – einerseits durch besonders viel aber auch durch besonders wenig.

Tanz begleitet mich seid ich 11 bin, da habe ich mit Ballett angefangen. Klar, ein typischer Kleinmädchentraum, das muss ich zugeben ;) doch Tanz ist eben mehr als das. Heute finde ich schnurzklassiche Bühnenstücke zwar vom technischen Standpunkt interessant, wirklich faszinierend finde ich mehr moderne Ausdruckstanz-Formen.

Der moderne Tanz – als Kunstform auf der Bühne – hat seinen Ursprung bei Pionieren wie Mary Wigman – im deutschen Expressionismus.

Dieser neue Ausdruckstanz bahnte sich nach dem zweiten Weltkrieg seinen Weg in die japanische Kunst. Tatsumi Hijikata und Ōno Kazuo griffen diese Wurzeln auf und erfanden „Ankoku Buto“ – den „Tanz der Finsternis“ – wie die Langform von „Butoh“ übersetzt lautet.

Der Ausdruck lässt schon erahnen worum es inhaltlich beim Butoh hauptsächlich geht: menschliche Abgründe, Angst, Verzweiflung, Trauer, Tod, sexuelle Absonderlichkeiten. Themen die gesellschaftlich wenig Akzeptanz finden.

Besonders in den 60er Jahren erlebte Butoh seine Blütezeit, im Fahrwasser des anti-amerikanischen Protestes in Japan.
Wo Butoh zunächst als Protest gegen die steife, traditionelle Geisteshaltung der japanischen Gesellschaft stand und gegen die ebenso starren Normen japanischer Tanzformen rebellierte die all das ausdrückten, wurde Butoh später auch Ausdruck des Widerstandes gegen die Amerikanisierung der japanischen Kultur.
Butoh hat keine Regeln und folgt keinen starren Choreographien, Mittelpunkt ist der Ausdruck – oft von Tabuthemen wie Tod, Trauer, Irrsinn, menschlichen Abgründen. Butoh ist aber auch ritueller Tanz in Anlehnung an schamanistische Praktiken, archaisch, primitiv – denn der Tod bringt auch neues leben und einen neuen Anfang hervor – ein Ansatz den viele spirituelle Richtungen zeigen, egal ob sie alt oder neu sind.

Im Jahre 1959 sollte das erste Butoh-Bühnenstück vor Publikum uraufgeführt werden – „Hijikatas Kinjiki“ – thematisch drehte sich die Handlung um Homosexualität, zudem sollte auf der Bühne ein Huhn umgebracht werden. Die Vorstellung fand nie statt – ob die Japaner am Tod des Huhnes oder der homosexuellen Thematik Anstoß nahmen liegt im Dunklen.

Der Tänzer will den Zuschauer nicht unterhalten, er kommuniziert mit ihm durch Körpersprache. Ganz in sich versunken bewegt er sich tranceartig, verkrampft, grotesk. Langsam. Unwirklich. Die Ästhetik ist hier mehr suf der Seite dessen was allgemein als „hässlich“ empfunden wird. Kahle Körper, androgyne Erscheinung bis zum Crossdressing, schmerzhaft aussehnde Grimassen und Verkrampfungen, weißes Make-Up.

Auch die Grenzen zwischen biologischen Geschlechtern werden hier verwischt da die Tänzer oft geschlechtslos auftreten.


Vielleicht klingelt es bei einigen die es nicht eh schon wussten – schaut doch schwer nach Sopor Aeternus bzw Anna-Verney Cantodea aus?

Richtig.

Er/Sie ist selbst Butoh-Tänzer und hat in ihrem/seinen Werk sehr viel Butoh-Ästhetik übernommen. Angefangen vom Erscheinungsbild über die grotesken Artworks, die Bewegungen (auch wenn er/sie bekanntlich nicht auftritt) – gemsicht mit mittelalterlichen Einflüssen, victorianischer Schauerästhetik in feiner Tradition der schwarzen Romantik – und Wave. Ja, wirklich! Gerade die ersten Werke sind noch sehr deutlich wave-lastig und auch wenn sich Legenden um ihr/sein Alter ranken, so bekommt man stellenweise immer wieder Hinweise darauf daß er/sie in der schwarzen Wave-Szene aufgewachsen sein muss und von da aus einen ganz eigenen Schritt unternommen hat. Stellenweise hört man die Wurzeln aus der Musik auch noch deutlich heraus

Natürlich fasziniert mich Anna-Varney genauso wie viele andere Schwarz- und Endzeitromantiker.
Aber auch der Hintergrund mit dem Butoh-Tanz allein ist eine spannende Sache die vom Aspekt der Kunst her schon für sich genommen sehr „gruftig“ ist.
Ich bin jetzt niemand der für den Japan-Hype allzu viel übrig hat. Wenn man den ganzen bonbonbunten Kram a la Lolita und Visual K mal wegschiebt bietet aber auch diese Kultur sehr faszinierende Aspekte die weiter gehen als Mode und Trends und sogar tatsächlich ins schwarze Bild passen.

Ich habe zwar viel Tanz betrieben und bin – nicht nur deswegen – auf Veranstaltungen auch ziemlicher Ausdruckstänzer, mit Butoh habe ich aber keine persönlichen Erfahrungen.
Ich kann aber bestätigen daß die grotesken, langsamen Bewegungen der Butoh-Tänzer, auch wen sie erstmal komisch aussehen mögen, enorme Körperbeherrschung und Kraft erfordern. Man sieht das am drahtigen Körperbau ja auch ganz gut. Zudem kommt die Fähigkeit sich emotional auch noch so reinzusteigern – ich werde auch das Gefühl nicht los daß der „Danse de la terre“ von Rosa Crux auch maßgeblich vom Butoh beeinflußt ist ;)

Gothic Friday Oktober – Interview mit einem Goth

Den Teilnehmern des Spontis-Family-Treffens zum heurigen WGT dürfte meine Interviewpartnerin zumindest vom Sehen her bekannt sein.
Es handelt sich um einen lieben Menschen den ich getrost als Freundin bezeichnen mag, auch wenn wir einige Jahre recht weit voneinander entfernt wohnten und uns nur selten im Jahr real gesehen haben.
Zum WGT 2008 haben wir uns dann von Angesicht zu Angesicht kennengelernt und uns eine Unterkunft geteilt, waren zusammen unterwegs und haben festgestellt daß wir auch im echten Leben doch ganz ähnlich ticken.

Ich darf meinen werten Lesern also Annette aka Gomizugami-sama vorstellen:

Annette

Annette mag neben historisch inspirierten Kleidern und allerlei schwarzromantischen Dingen auch Autos – ihres ganz besonders :)

Meine Interviewfragen hat sie ausführlich beantwortet – und hier kommen sie samt Antworten:

1.Warum trägst Du schwarz?

Ich gehe immer in einem Gepflegtem Schwarz aus dem Haus Als ich angefangen habe, die Schwarze Szene kennen zu lernen, war es eigentlich eher ein Protest, gehen die Außenwelt. Gegen dass „Normale“ mit dem ich mich nie wirklich Identifizieren konnte. Nach eine weile wurde es dann eher zum Accessoire und es kamen noch andere Farben dazu. Hauptsächlich blau und lila. Aber als ich dann meinen jetzigen besten Freund kennengelernt habe, habe ich die richtigen tiefen Abgründe einer Seele kennengelernt und seit dem ist das Schwarz zu einem Teil meines Lebens geworden. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ohne die Kleidung aus dem Haus zu gehen. Und Farbige Kleidung habe ich so gut wie gar nicht mehr. Es ist so als wäre die Kleidung mit mir verschmolzen und ich wundere mich sehr, wenn mich die Leute auf der Straße anstarren, weil ich immer wieder denke, ich sehe so normal aus wie die!

2. Hast Du viele Freunde, die auch »schwarz« sind oder bewegst Du Dich eher in einem »bun­ten« Umfeld?

Definitiv JA!
Sehr viel, allein schon durch das nähen und durch die Musik. Ich sehe zB auch kein Fern und höre keine Musik aus dem Radio. Wenn ich mal neue Menschen kennenlerne, über die Arbeit, Forums-Treffen und der gleichen, merke ich ganz schnell das ich mich sehr gut verstehe mit den Menschen die irgendwie in die Schwarze Szene verwickelt sind. Weil einfach die Lebenseinstellung meiner viel näher ist. Ich habe gerade erst wieder diese Erfahrung auf der neuen Arbeit gemacht, das ich mit den Personen schnell gut zurecht kam, die nicht so perfekt ins normale Gesellschaftsbild passen. Und sie haben was mit der schwarzen Szene zu tun. Wenn ich recht überlege, habe ich so gut wie gar keine Freunde aus der Normalen Welt

3. Besucht du außer­halb von Fes­ti­vals oder Kon­zer­ten auch andere kul­tu­relle Ver­an­stal­tun­gen mit schwar­zem Cha­rak­ter (Lesun­gen, Aus­stel­lun­gen, Museen), oder steht für Dich nur die Musik im Vordergrund?

Die Frage ist ein bisschen schwieriger, für mich zu beantworten. Ich besuche natürlich sehr gern Veranstaltungen, Orte, und der Gleichen bei denen es irgend ein Kulturellen Hintergrund gibt. Das ist auch ein Grund warum wir uns Leipzig als neue Heimat gewählt haben. Weil einfach so viel alte „Dinge“ in Leipzig und Umgebung sind. Und wenn man sich nur die Verlassenen Häuser ansieht. Wenn sich mein Geldbeutel vom Umzug wieder ein bisschen erholt hat, werden wir uns auch die Museen und der Gleichen ansehen. Und uns auch mal ein bisschen mit der näheren Umgebung befassen, wie Dresden, Prag und was sich noch so findet. Wenn es Themen gibt, die in Richtung der Verdrehten Weltanschauung, oder wir betrachten die Dinge einfach mal von innen nach Außen. Dann nehme ich das sehr gern in Anspruch, denn ich finde das ist ein großer Teil des Denkens in der schwarzen Szene und kommt mir sehr entgegen. Denn ich finde es schön mich mit solchen Sachen zu befassen und da durch dazu zu lernen. Mit Lesungen tue ich mich leider ein bisschen schwer, aber wenn es um die Richtung Themen geht, bin ich gern dabei! Wie zum Beispiel; Psychologie, Surrealismus, Mystik, Spirituell, Geisteswissenschaften, Themen in denen es eben auch um den Tod geht.

4. Siehst Du Dich selbst als Goth(ic)?

Also Gothic nicht unbedingt. Ich sehe mich eher als Grufti. Für mich sind das zwei sehr unterschiedliche Dinge. Gothic, sehe ich eher als eine Art Modeerscheinung. Ich habe die Leute die ganz frisch in die Szene kamen immer so bezeichnet. Mich übrigens auch Ich finde es ist auch ein unterschied in der Musik. Gruftis hören oft sehr alte schwarze Musik und auch Interpreten, die sogar nur sehr wenige in der schwarzen Szene kennen. Man könnte was denken, man muss sich erst „up leveln“ zum Grufti, und wenn am da angekommen ist, kommt man nie wieder weg:)

5. Warum magst Du historisch inspirierte Gewänder? Inwiefern passen diese für Dich in Dein Verständnis von „Schwarz-Sein?“

Naja, ich wollte schon immer eine Prinzessin sein, wäre gelogen… Ich weiß gar nicht genau wie das kam. Kleidung ist großartig! War sie schon immer!!! Nur ich konnte meine langen Röcke und die vielen Rüschen und weiten Ärmel, nirgends hin anziehen! Bis ich die schwarze Szene entdeckt habe. Ich war mit meiner Schulkameradin (ein Grufti, ich noch kein Grufti) in der Stadt und wir entdecken einen Laden mit Grufti-Klamotten! „Wunderschön! aber wo soll ich das anziehen?“ sagte ich und sie sagte:“ Na, in unseren Discos!“ Das war eigentlich so einer dieser Augenblicke der mich der schwarzen Szene sehr viel näher gebracht hat. Zu historischen Kleider kam ich über das WGT. Da habe ich die Kleider das erst mal so richtig gesehen und wollte auch eins. Dann fing ich an mich mehr und mehr damit zu beschäftigen! Für mich ist die Mischung aus den Historischen Kleidern und der Schwarzen Szene, mit seiner düster Romantik perfekt! Man kann so würdevoll, elegant und prachtvoll herumlaufe wie man will und kann es vor allem mit anderen Teilen! Naja, und es ist eben ein großes Stück Kultur, was, wie ich finde, in der normal Gesellschaft immer mehr in Vergessenheit gerät. Und hier finde ich die richtigen Menschen, die das auch so sehen, es lieben und schätzen und vor allem die arbeit dahinter verstehen und es deshalb richtig würdigen können!

6. Welche Sparten dunkler Musik bevorzugst Du, welche Künstler insbesondere und warum genau diese?

hmm, besonders mag ich natürlich alles was irgendwie neo-romantisch ist. Musik kann am besten die tiefsten Gefühle ausdrücken!“ Das finde ich auch! Sehr sogar. Die Musik in der schwarzen Szene ist so tief, das es mir regelmäßig noch eine Gänsehaut abjagt! Alles was sich irgentwie auf Klassig aufbaut.
Da ich sehr schlecht bin im Musik-Sparten bezeichnen, zähle ich einfach die wichtigsten Künstler auf
Ataraxia / Dead Can Dance / Dernière Volonté / Die verbannten Kinder Eva’s / Goethes Erben / Malice Mizer / Rosa Crux / Sieben / Sopor Aeternus & The Ensemble of Shadows /The Moon Lay Hidden Beneath a Cloud /Wim Mertens / Michael Nyman / Gaë Bolg / Ich habe bestimmt einige vergessen, aber es sind auch einfach so viele…
Ohne Musik, kann man einfach nicht mehr leben !!!

7. Gibt es typische Gothic-Klischees die auf Dich zutreffen?

Ha, bestimmt! Ich bin aber schon so in der Szene verwachsen, das ich schon vergessen habe, welche die typischen Klischees sind:) Aber ich versuche es mal.
hmm; bleich bin ich sehr, ich gehe auch nur sehr ungern in die Sonne. Habe natürlich nur schwarze Kleider und einen echtes Skelett von einem Vogel habe ich auch zu Hause… Auf Friedhöfen halte ich mich sehr gern auf. Man hat da seine Ruhe und schöner als in normalen Parks ist es auch. Was noch? hmm… Ich habe auch Grabschleifen im Haus, die Dinger sind sau teuer, wenn man die so kaufen würde und wo gibt es schon so große Bänder mit schönem Druck in schwarz! Ich höre düster schwere Musik und beschäftige mich mit dem Tod. Und mag es sehr in Nacht in der Stadt rum zu laufen… (wenn da nicht immer so viele düstere Gestalten rum laufen würden) ;D

8. Was wür­dest du Dir in oder für die schwarze Szene wün­schen, damit sie (noch mehr) dei­nen Vor­stel­lun­gen ent­spricht? Was stört Dich, was fehlt?

Ich glaube ich bin sehr zufrieden mit der Schwarzen Szene, zumindest mit dem teil an Menschen die ich kenne. Die sind alle super lieb und aufgeschlossen! Manchmal wünschte ich mir sie würden alle ein bisschen mehr auf einander zu konnen. Aber daran muss ich selber arbeiten! Was mich aber ganz besonders stört ist, das alle so weit weg wohnen Aber ich glaube das lässt sich am schwersten andern Bis hier hin, das Antworten auf die Fragen hat mir sehr viel Freude gemacht und ich hoffe es macht auch Freude meine Antworten zu lesen:) Vielen Dank!

Geschützt: Schrottrobben, das erste Kapitel

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Gunkanjima – die Kriegsschiff-Insel

Heute möchte ich einen weiteren, faszinierenden verlassenen Ort vorstellen, über den ich vor längerem schon durch Zufall im Netz gestolpert bin.

Nach der Kowloon Walled City die sich in Hong Kong befunden hatte, und der ich bereits zwei Beiträge gewidmet habe, begeben wir uns jetzt nach Japan.
Genauergesagt zu einer Insel die den Namen Hashima trägt, was übersetzt so viel wie „Grenzinsel“ bedeuted. Diese Bezeichnung bezieht sich auf die Tatsache, daß von der Hauptinsel aus, Hashima die letzte sichtbare zu Japan gehörende Insel in dieser Richtung ist.
Ursprünglich war die Insel 120m breit und 320m lang. Im Jahre 1890 kaufte der Konzern Mitsubishi diese, die in den darauffolgenden Jahren durch insgesamt 6 Aufschüttungen auf 160m Breite und 480m Länge erweitert wurde.
Zudem wurden zum Schutz gegen die See, um die Insel herum 8-10m hohe Betonwände errichtet, wodurch die Insel das Aussehen eines Kriegsschiffes bekam – und damit ihren Spitznamen: Gunkanjima – die Kriegsschiffinsel.

Von 1897 bis 1974 wurde auf dieser Insel unterseeischer Kohleabbau betrieben. Zu diesem Zweck lebten die Arbeiter mit ihren Familien direkt auf der Insel, dazu wurden neben dichtgedrängten Wohnhäusern auch zahlreiche andere Gebäude errichtet die unter Anderem eine Badeanstalt, eine Polizeistation, Tempel, Geschäfte, ein Kino, eine Turnhalle und sogar ein Bordell beherbergten. Auf engstem Raum wohnten hier bis zu 5.000 Menschen, was eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt ergab.
Aus Platzgründen musste ein Großteil der Infrastruktur unterirdisch errichtet werden. Der immens begrenzte Raum führte dazu daß für die Unterkünfte der Arbeiter das in Japan erste mehrstöckige Haus aus Stahlbeton dort errichtet wurde.

Den Namen „Kriegsschiffinsel“ erhielt Hashima im Jahre 1945, als ein amerikanisches U-Boot die Insel torpedierte, weil die Besatzung sie mit einem Schlachtkreuzer der Japaner verwechselt hatte.

1974 schloß Mitsubishi die Mine offiziell, die Insel durfte seitdem nicht mehr betretenen werden. Nach der Schließung am 15. Januar im besagten Jahr verließen die Bewohner fast schon fluchtartig die Insel, dabei blieben viele persönliche Gegenstände zurück, da es nicht möglich war diese mit zu transportieren, auch nachträgliche Abholungen waren schlichtweg zu teuer. Mitsubishi kümmerte sich ebenfalls nicht mehr um die Bauten und Anlagen auf der Insel, so daß alles den Naturgewalten ausgesetzt, seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben ist.

Ab April 2009 ist die Insel wieder für Besichtigungen zugänglich, es werden Umrundungen mit Booten für Touristen angeboten, sowie Führungen durch die Insel.
Für viele Japaner gilt Hashima als Mahnmal der Aubeutung von Mensch und Natur. Die Bedingungen waren menschenunwürdig und forderten viele Tote. In Ermangelung eines Bestattungswesens wurden diese dem Meer übergeben oder in stillgelegten Bergbauschächten „deponiert“.
Im zweiten Weltkrieg wurde Hashima als Arbeitslager mit koreanischen und chinesischen Zwangsarbeitern besetzt – über 1300 Menschen kamen ums Leben.
Trotzdem verdienten zumindest die japanischen Arbeiter auf der Insel nicht schlecht, dafür daß sie unter den gegebenen Bedingungen leben und arbeiten mussten.

Eine Slideshow mit vielen Bildern der Kriegsschiffinsel findet sich hier:

Noch eindrucksvoller in bewegten Bildern hat ADEYTO das folgende Video zusammengestellt:

Wer mehr Info haben mag, dem empfehle ich die nachfolgende Doku, bei der ein Zeitzeuge bei einem Besuch von Hashima mit von der Partie war und seine Erinnerungen an das Leben auf der Insel mit den Zuschauern teilt:

Auf der Seite des Photographen Jürgen Specht gibt es eine große Anzahl ebenfalls sehr sehenswerter Bilder:

http://www.juergenspecht.com/explore/series/27/

Brian Burke-Gaffney schrieb auf seinem Blog eine ausführlichere Geschichte der Kriegsschiff-Insel zusammen (englisch):

http://www.cabinetmagazine.org/issues/7/hashima.php

Gothic Friday August – Top of the Goth (2)

Folgt man den ein­schlä­gi­gen Sze­ne­ab­hand­lun­gen, so ist Lesen eine der Lieb­lings­be­schäf­ti­gun­gen der Gothics. – so schreibt Herr Spontis im Artikel, der zum August-Gothic-Friday aufruft, und ja, das Klischee kann ich doch auch ganz gut erfüllen. Nur was wählt man aus wenn man ein gut gefülltes Bücherregal hat? Die Qual der Wahl ist da nicht einfach …

Sachbücher stehen hier selbstverständlich auch rum, aber ich verschone meine Leser lieber mit dem Sammelsurium aus Physik-Lehrbüchern, mathematischen Formelsammlungen, „Handbücher“ der Ingenieurwissenschaften (die man entgegen der handlich klingenden Bezeichnung besser nicht an den Kopf geworfen haben mag), Computerkrempel, Bücher über Astronomie sowie solche über Modegeschichte, Korsetts, Zeichnen und Malerei oder Schnittkonstruktion. Da ist die Okkultkram-Bibliothek im Sinne von „Gruftigkeit“ wahrscheinlich interessanter, doch ich will mich hier dann lieber auf die Romane beschränken – das ist an sich schon genug Arbeit ;)

Bücher stehen hier sowohl auf deutsch als auch auf englisch im Regal – auch wenn mein Freund den größeren Fimmel in Sachen Bücher im Original lesen hat als ich, so greif ich auch immer mal wieder zu sowas. Denn manch sprachliche Spitzfindigkeit geht in der Übersetzung oft flöten – abgesehen davon ist meine ganze Fachliteratur über historische Klamotten eh nur auf englisch erhältlich.

Ich bin ein Science Fiction Fan. Mit Fantasy kann ich mich eher weniger anfreunden. Ausnahmen sind manche Terry Pratchett Bücher die mir mein Freund im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder rübergereicht ha. Die habe ich auch gern gelesen, nur ziehe ich Douglas Adams vor – wer eine heiße Tasse Tee als Brown’schen Molekularbewegungs-Generator bezeichnet, trifft einfach den scheußlichen Nerd-Humor eines verhinderten Physikers :D – und Tee-Liebhabers! Gerade diese vielen wissenschaftlichen Anspielungen mit denen Adams in seinen Büchern um sich wirft machen die für mich nochmal ein ganzes Stück witziger als sie eh schon sind. Dazu furztrockener britischer Humor. „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist wegen dieser Mischung ein Buch das ich mir immer wieder antun kann – genauso wie den Rest der „Anhalter“-Reihe, aber auch die übrigen, wenn auch wenigen Bücher von Adams. Ich spare mir eine Zusammenfassung des Inhaltes, ich denke den meisten wird das Buch irgendwie bekannt sein, und wenn es nur durch die letzte Verfilmung ist – die ich im Übrigen nur durchwachsen finde. Das was Adams in den Büchern raushaut lässt sich einfach nicht so einfach in einen Film verpacken.

Zitat: 42 (stellvertretend für ein ganzes Buch voller zitierendwerter Stellen ;) )

So ab und an habe ich es schonmal erwähnt – ich bin ein großer Fan des Cyberpunks – egal ob in filmischer Form oder in gedruckter. Nix mit Neon oder Gartenschlauchhaarteilen – abgewetztes Leder und ne Menge richtig kaputter Typen im Endzeitszenario. Das eigentliche Nummer Eins Buch auf meiner Liste ist eigentlich „Neuromancer“ von William Gibson – der Typ der den Cyberpunk in gewissem Sinne erfunden hat.
Sprachlich pendelt das Meisterwerk zwischen rauem Umganston der Protagonisten und gnadenlosen Computer-Gebabbel. Deswegen vielleicht nicht allzu leicht zu lesen, Gibson schlägt auch gerne Haken in der Story die einen manche Passagen zwei-dreimal lesen lassen bis man den Zusammenhang hinkriegt, doch die Geschichte ist auch heute, etwa 25 Jahre nach der Veröffentlichung noch immer fesselnd, immerhin war Gibson wegweisend und beeinflußte das Genre nachaltig. Schiebt man sich heute die „Matrix“ in den DVD Player, so steckt da im Grunde viel Gibson-Einfluß drin. Der Autor wurde von vielen anderen Science-Fiction werken mal mehr und mal weniger auffällig zitiert, in „Hackers“ wird der Super-Großcomputer als „Gibson“ bezeichnet und der Autor hat auch die Drehbücher für zwei der besten Akte X Folgen überhaupt geschrieben, nachdem sich Gibson und Chris Carter zufällig im Flugzeug begegnet waren. Im kongenialen TV-Mehrteiler „Wild Palms“ taucht er in einer Gastrolle als er selbst ebenfalls auf.
Man kann getrost sagen, Neuromancer hat die Welt verändert – und mit dem Internet leben wir heute ja auch shcon irgendwie in der Matrix.
In „Neuromancer“ trifft ein junger aber schon recht abgewrackter Hacker auf einen weiblichen Strassensamurai, zusammen mit weiteren zwielichtigen Gestalten bekommen sie einen Auftrag der weit in Verwicklungen rund um künstliche Intelligenzen und noch viel mehr führt.

Zitate:Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers, der auf einen toten Kanal geschaltet war.

„Cyberspace“. Eine Konsens-Halluzination, tagtäglich erlebt von Milliarden zugriffsberechtigter Nutzer ind allen Ländern, von Kindern denen man mathematische Begriffe erklärt … Eine grafische Wiedergabe von Daten aus allen BAnken sämtlicher Computer im menschlichen System. Unvorstellbare Komplexität. Lichtzeilen im Nicht-Raum des Verstandes, Datencluster und -konstellationen. Wie das zurückweichende Licht einer Stadt.

Den nächsten Platz belegt „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert. Ein Science-Fiction Klassiker, geschrieben 1965, dessen Universum an Tiefe und Komplexität mit einem „Herr der Ringe“ locker mithalten kann. Faszinierend daran ist auch, daß die Technik-Verherrlichung die dem SciFi-Genre sonst so typisch ist, hier ganz anders behandelt wird: intelligente Maschinen sind verboten, die einzige Kultur die in Sachen Technik eine gewisse Neugier hegt, wird mit Unbehagen beäugt – die sitzen auf dem Planeten IX (witzigerweise gibt es ein Computermagazin das genauso heißt :D )- statt Computern werden Menschen mit besonderen geistigen Fähigkeiten zu Mentaten ausgebildet, Reisen im Raum geht hier nicht über Raumschiff-Antriebe, sondern Navigatoren die kein normaler Mensch zu Gesicht bekommt weil sie unter lebenslangem Drogeneinfluß entstellt sind, falten mit ihrer geistigen Kraft den Raum so daß das Raumvehikel da landet wo es hin soll. Und diese Droge die das Universum in Atem hält ist das „Spice“ – das es nur auf einem Planeten gibt – Arrakis, auch genannt der Wüstenplanet. Wer Arrakis beherrscht, beherrscht das Universum. Und das wird von einem Feudalsystem regiert in dem verschiedene Adelshäuser Ränke schmieden. Und im Hintergrund zieht der Orden der Bene Gesserit, die den Adligen als Hellseher dienen, die Fäden in der Hand um den „Kwisatz Haderach“ – den Auserwählten – hervorzubringen. Wenn nicht Jessica, die Frau des Herzogs Leto Atreides aus Liebe den Befehl, nur Mädchen zu gebähren, ignoriert hätte – was den Plan der Bene Gesserit aus den Fugen geraten lässt.

Klingt alles nach einem ordentlichen Fantasy-Einschlag, aber Herbert weiß die eigentlich wenig technischen Zusammenhänge so schlüssig darzulegen daß auch die eher esoterischen Ansätze völlig logisch und durchdacht sind. Ich möchte sogar so weit gehen zu sagen daß in der Philosphie die in den Büchern dargelegt wird viele auch in der Realität brauchbare Ansätze hergibt – man denke da an die „Litanei gegen Furcht“
Mein erster Zusammenstoß mit dem Wüstenplanet-Universum war 1995, da drückte mir unser damaliger Nachbar (der mir auch die ersten Schritte in Computerdingen beibrachte) das Video der 1986er Verfilmung von David Lynch in die Hand. Was mich nachhaltig beeindruckt hat. Kurz darauf hatte ich, als ich damals in den Sommerferien faul im Garten rumlag, den Stapel der Wüstenplanet-Bücher in die Hand gedrückt bekommen. Ich las sie am Stück durch und war am Ende so geflasht daß ich beim Freibad-Besuch das wahnsinnig viele Wasser im Becken ehrfürchtig bestaunt habe – war eine irgendwie komische Situation, zumindest für mein Umfeld *kicher*

Mein Exemplar des Wüstenplaneten ist vom häufigen Gebrauch sichtlich gekennzeichnet, obwohl ich mit meinen Büchern wirklich sehr sorgsam umgehe ;)

Zitat: Ich darf keine Angst haben. Die Angst tötet das Bewußtsein. Sie führt zu völliger Zerstörung. Ich werde ihr ins Gesicht sehen. Sie soll mich völlig durchdringen. Und wenn sie von mir gegangen ist, wird nichts zurückbleiben. Nichts außer mein Selbst.

Ein weiteres Universum das mich schon bei den ersten Zeilen in den Bann gezogen hat ist der „Dunkle Turm“ von Stephen King. Durch Zufall bin ich ebenfalls Mitte der 90er auf die Serie gestoßen. Damals habe ich systematisch unsere kleine Stadtbibliothek „durchgelesen“, als kein Sci-Fi Buch mehr übrig war das ich noch nicht kannte, wagte ich mich ins Horror-Genre vor und nach „Langoliers“ war „Schwarz“ – das erste Buch des Dunklen Turms mein zweites Werk von King – die Reihe hatte damals erst drei Bände. „Langoliers“ fand ich eher halbgar, doch die Welt des dunklen Turm, in der Roland, der hagere letzte Revolvermann dem schwarzen Mann nachjagt, ist grandios. Auch daß das Werk so schwer genremässig einzuordnen ist, finde ich genial. Da mischt sich Western (und ich mag eigentlich Western so garnicht) mit finsterer Fantasy, Science Fiction und Horror. Da formt sich vor dem geistigen Auge eine ziemlich kranke, verdrehte Welt – großartig! Auch die Folgebücher sind spannend und spinnen das was in „Schwarz“ angefangen wurde richtig gut weiter. Lediglich das letzte Buch, in dem Roland dann auch tatsächlich den Dunklen Turm erreicht und alles aufgelöst wird, wirkt mehr krampfhaft hingebogen. Aber ich mag Geschichten mit offenem Ende, wo das Hirn genug Raum hat sich seinen Teil dazu zu spinnen, vielleicht gefällt mir deswegen das Abschluß-Buch auch weniger ;)
Die Buchreihe stellt sowas wie Kings zentrales Universum dar, so nimmt er in etlichen anderen Bücher immer wieder Bezug zum Dunklen Turm. Auch sind Anspielungen auf andere Inspirationsquellen quer über die insgesamt 7 Bände verteilt.
Ich bin kein Stephen King Fan, alles andere was ich sonst von ihm gelesen habe war nett, aber nie so 100% mein Ding, abgesehen vom Dunklen Turm eben.

Zitat: „Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“

Das nächste Buch ist wieder astreiner Science Fiction. Es war wohl überhaupt eines meiner ersten das ich aus dem genre je gelesen hat, Grund genug um es an dieser Stelle mit zu erwähnen – „Rendezvous mit 31/439″ von Arthur C Clarke. Von diesem Autor dürfte „2001 – Oddysee im Weltraum“ wohl das bekanntere Werk sein, vor allem nachdem dieses Buch ja von Stanley Kubrick recht episch verfilmt wurde.
Ich muss zugeben, für einen brillianten Autor halte ich Clarke nicht – ich mag Autoren die mit Sprache richtig gut umgehen können, Clarke’s Texte empfinde ich als arg einfach gestrickt und meistens veranlasst mich sowas, ein Buch dann doch eher wegzulegen.
Trotzdem lese ich das Buch immer wieder gerne – was einfach der der Story liegt.
Diese spielt im 22. Jahrhundert, ein eigenartiges Flugobjekt verirrt sich in unser Sonnensystem, eine Mannschaft von Atsronauten wird losgeschickt sich das offenbar künstlich geschaffene Objekt näher anzusehen. Sie bahnen sich ein Weg ins Innere des gigantischen Zylinders und finden dort eine fremde Welt vor die ihnen noch mehr Rätsel aufgibt die nicht aufgelöst werden können als das Objekt sich wieder aus dem Sonnensystem verabschiedet und die Astronauten sich deswegen zurückziehen müssen.

Dabei gibt es Anspielungen auf die Ausserirdischen die das Objekt gebaut haben, nie tauchen diese Lebewesen aber auf. Keine Bilder oder Aufzeichnungen finden die Astronauten die erklären könnten wozu der Zylinder erbaut wurde und was die ganzen Dinge die sie in der fremdartigen Welt vorfinden eigentlich sein sollen. Nur Spekulationen und ein dickes offenes Ende.
Auch dieses Buch sollte verfilmt werden, die Pläne wurden 2008 aber auf Eis gelegt. In diesem Fall kann ich mir aber einen richtigen Film sogar sehr gut vorstellen, so in einer ähnlichen Grundstimmung wie Contact – welcher ja auch auf einem großartigen Buch basiert.
Filmstudenten haben sich der Geschichte in einem Kurzfilm aber schon angenommen, den ich auch recht gelungen finde:

Zitat: Das rätselhafte Objekt, das die Astronomen auf den Namen Rama tauften, gab allen Rätsel auf. Es war noch weit entfernt, deutlich außerhalb der Jupiter-Umlaufbahn. Etwas, das auf eine solch große Entfernung auf dem Radar erschien, musste gigantisch groß sein. Während das Objekt durch das Sonnensystem raste, zeigte sich bald, dass es geformt war wie ein perfekter Zylinder.
Offenbar stand die Menschheit im Begriff, ihren ersten Besucher von den Sternen zu empfangen …

Ob das eine repräsentative Top 5 für mich darstellt – schwer zu sagen. Zu viel liegt noch im Regal das ich an der Stelle genauso hätte auflisten können, deswegen gibt es noch eine kleine Liste mit Empfehlungen aus meinem Bücherregal – auch nicht-Science Fiction ist hier dabei ;) :

- Ray Bradbury – Das Böse kommt auf leisen Sohlen
- Isaac Asimov – Die Foundation-Trilogie
- Phillip K. Dick – Die VALIS – Trilogie
- Robert A. Wilson – Illumninatus!
- Anthony Burgess – Uhrwerk Orange
- Dashiell Hammett – Der Malteser Falke
- Raymond Chandler – Der lange Abschied

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